Das DHL Paketkopter Forschungsprojekt findet 2015 seine Fortsetzung. Der stark modifizierte Kippflügler erfüllt seine Aufgaben erfolgreich und zuverlässig.

Die Aufgabe:

Die Fortführung des DHL Paketkopter Projekts stellte im Frühjahr 2015 ganz neue Herausforderungen an den zu konzipierenden Paketkopter 3.0. Anders als bei den Vorgängerprojekten sollte der Paketkopter 3.0 in der Lage sein, eine größere horizontale Distanz von 8km sowie einen Höhenunterschied von 0,5km zu überwinden. Zudem sollte eine gesteigerte Nutzlast von bis zu 2kg befördert werden können.Aufgrund dieser Anforderungen wurde ein von Schübeler Composite zusammen mit dem Lehrstuhl FSD der RWTH Aachen vorentwickeltes Tiltwing Konzept ausgewählt. Erstmalig kommt somit ein Starrflügler in einem solchen Projekt zum Einsatz.

Herausforderungen:

Zu den wesentlichen Problemstellungen gehörte auch die mechanische Anpassung des Fluggeräts und des Landegestells an das automatische Be- und Entladekonzept der DHL.Gleichzeitig mussten die deutlich gestiegenen Leichtbauanforderungen für das Fluggerät eingehalten werden. Zur Kompensation des Mehrgewichts des Nutzlast-Containers mit vollintegrierter Batterie wurde konsequent auf Vakuum-Infusion Carbon Bauteile sowie auf modernste Hybrid-Fügetechnologie gesetzt.

Umsetzung:

Einen emissionsfreien und sehr leisen Betrieb stellen die von Schübeler Composite neu entwickelten permanent erregten BLDC Motoren sicher. Die Motoren sind vollständig gekapselt, passiv gekühlt und erlauben einen Allwetterbetrieb.Im Zusammenspiel mit CFD- und Windkanal-optimierten 700mm Propellern ermöglicht der elektrische Antrieb eine breitbandige Energieeffizienz, die zu einem geringen Energieverbrauch sowohl bei Start und Landung als auch im Horizontalflug führt.Das Fluggerät hat eine maximale Abflugmasse von 14kg inkl. 2kg Payload bei einer Spannweite von 2000mm. Die in unserer ISO 9001:2008 zertifizierten Fertigung gebauten Leichtbau-Komponenten ermöglichten während des DHL Forschungsprojekts einen ausfallsicheren und vollautomatischen Betrieb zwischen den beiden Skyports in Reit im Winkl sowie auf der Winkelmoosalm.

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